Wirtschaftliche Entwicklung

Noch vor 15 Jahren wurde in Dinkelsbühl kritisch angemahnt, man habe in den vergangenen Jahrzehnten die wirtschaftliche Entwicklung komplett verschlafen. Mit einem gewissen Neid betrachtete man die Erfolge in den Nachbarstädten. Herr Landrat Schwemmbauer merkte einmal an, „…in Feuchtwangen habe man Arbeit und Industrie, in Dinkelsbühl könne man gut ausruhen…“. Diese Feststellungen sind, Gott sei’s gedankt, lange überholt. Dinkelsbühl hat sich zu einem wirtschaftlichen Zentrum in unserem westmittelfränkisch-schwäbischem Raum aufgeschwungen. 

 

Die Zahlen und Fakten belegen eine hocherfreuliche und weit überdurchschnittliche wirtschaftliche Prosperität.

-Die sozialversichrungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse haben sich in den letzten 10 Jahren um ca. 50% erhöht. Zur Zeit sind es ca. 6200.

-Die Gewerbesteuereinnahmen der Stadt Dinkelsbühl, ein Gradmesser für die heimische Wirtschaft, haben sich von 3,5 Millionen Euro vor ca 10 Jahren auf 10,7 Millionen Euro im Jahr 2018 kontinuierlich gesteigert. Hinsichtlich Gewerbesteuereinnahmen ist die Stadt Dinkelsbühl Spitzenreiter im Landkreis Ansbach.

-Die Übernachtungszahlen konnten von ca. 85000 im Jahr 2005 auf nunmehr über 200000 im Jahr 2019 angehoben werden. Die ist ein Zunahme, die weit über dem Landesdurchschnitt liegt.

-In den letzten 15 Jahren erfolgten beinahe hundert neue Betriebsansiedelungen bzw. wesentliche Erweiterungen bestehender Betriebe, wovon ca. 3000 Arbeitsplätze betroffen sind. 

 

Dinkelsbühl kann sich zum einen glücklich schätzen, starke heimische Betriebe zu beheimaten. Zum anderen ist es allerdings auch gelungen, neue Unternehmungen für unsere Stadt zu gewinnen. Die Stärke unseres Standortes liegt auch darin, dass wir in allen Bereichen, z.B. Industrie, Handwerk, Dienstleistung und Einzelhandel, und in den unterschiedlichsten Betriebsgrößen, ob Familienbetrieb oder Konzern, breit aufgestellt sind. Die Rückmeldung aus unseren Betrieben in Bezug auf die politischen Weichenstellungen sind durchwegs positiv. Auch wird der Verwaltung im Rathaus immer wieder bescheinigt, dass unsere Verwaltungsverfahren hinsichtlich Schnelligkeit der Genehmigungsverfahren und der Bereitschaft, auch pragmatisch zu entscheiden, vorbildlich sind. Wenn es Aufgabe von Politik und Verwaltung ist, einen wirtschaftsfreundlichen Rahmen zu schaffen, so kann man diese in Dinkelsbühl als voll erfüllt betrachten.

Wirtschaftliche Aktivitäten werden zu jeder Zeit vom Oberbürgermeister unterstützt und gefördert. Prosperierende Betriebe tragen zum Wohl Aller bei und schaffen für unsere Kommune finanzielle Handlungsspielräume. Jeder kann und soll sich in unserer Stadt unternehmerisch einbringen können. Alle sind willkommen, allen gebührt Dank!

Die Aussage von politischen Mitbewerbern, „…nur wenige Privilegierte würde von der wirtschaftlichen Entwicklung profitieren…“ entbehrt jedweder Grundlage und birgt die Gefahr von Neiddiskussion und Spaltung. Ein umfassendes „Miteinander“ von vielen Akteuren hat viel Positives bewirkt. Daran gilt es nach dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“ auch in der Zukunft festzuhalten.

Auch in naher Zukunft sind zahlreiche Betriebserweiterungen bzw. -neuansiedlungen geplant. 

Als Beispiele seien erwähnt die Entwicklungen im Gewerbegebiet in Sinbronn mit den Betrieben TE-Connectivity und Diamat, im Gewerbegebiet in Waldeck planen aktuell die Firmen TEA und Scherzer große Investitionen in Erweiterungen, an der Ellwangerstrasse steht die Umsetzung des Kinoprojekts und Ansiedlung der Außenstelle der Landesfinanzschule kurz vor dem Spatenstich, im Baugebiet Gaisfeld 4 findet zur Zeit ein Investorenwettbewerb statt, welcher die Ansiedlung eines Lebensmittelnahversorgers nebst nichtstörenden Dienstleistungsbetrieben zum Ziel hat, im Gewerbepark an der Wassertrüdingerstrasse ist bereits der Grunderwerb für die Ansiedlung eines Sportgeschäftes in Kombination mit einem Finanzdienstleister beschlossen, das neue KTM-Center an der Luitpoldstrasse steht kurz vor der Eröffnung, eine überregional bedeutsame Zahnarztpraxis am Südring ist im Bau und in der Altstadt haben im Bereich des Hotels Rose und der Gaststätte Brauner Hirsch der Umbau zu einem Vier-Sterne-Hotel mit einer Investitionssumme von ca. 18 Millionen Euro begonnen und die Erweiterung des Hotels Deutsches Haus mit einem Invest in Höhe von ca. 6 Millionen Euro wird 2020 angepackt.

Diese sind nur einige Beispiele. Eine allumfassende Auflistung würde den Rahmen sprengen.

 

Beinahe wöchentlich gehen im Rathaus Anfragen von Unternehmensseite ein. Dinkelsbühl hat sich als lukrativer Standort einen Namen gemacht. Diese positive Entwicklung wird auch von allen Auswärtigen anerkannt. Den eingeschlagenen Weg gilt es fortzusetzen. Nur mit Arbeitsplätzen vor Ort in allen Bereichen, ob nun akademischer, industrieller, kaufmännischer oder selbständiger, ist es möglich, unserer Jugend eine Existenz in ihrer Heimatstadt zu bieten und die für unsere kommunalen Aufgaben erforderliche finanzielle Ausstattung zu sichern. Im Übrigen ist dies auch aus ökologischen Überlegungen heraus nur zu begrüßen, vermeiden doch Arbeitsplätze vor Ort das stetige Pendeln und somit Fahrten und CO2-Ausstoß.