Medizinische Versorgung

Die Sicherung einer qualitativ hochwertigen medizinischen Versorgung auch in unserer ländlich geprägten Region und insbesondere in der Großen Kreisstadt Dinkelsbühl ist für den CSU-Ortsverband und den Oberbürgermeister einer der Schwerpunktthemen ihres politischen Handelns. Dabei gilt es beide Säulen der Gesundheitsvorsorge, nämlich sowohl die ambulante als auch die stationäre Versorgung, für alle bei uns lebenden Menschen unterschiedlichen Alters zu gewährleisten.

Die Sicherstellung des Krankenhauses in Dinkelsbühl und seine besondere Bedeutung für die in unserer Raumschaft lebende Bevölkerung (wobei hier nicht nur der Altlandkreis Dinkelsbühl gemeint ist, sondern auch unsere Nachbarn z.B. in Feuchtwangen und im angrenzenden Baden-Württemberg) ist seitens des Freistaates Bayern im Krankenhausbedarfsplan anerkannt. Auch im Fusionsvertrag von Stadt und Landkreis Ansbach ist der Erhalt der Standorte Dinkelsbühl und Rothenburg festgeschrieben. Sicherlich erfordern die geänderten Rahmenbedingungen hinsichtlich der Finanzierung durch den Bundesgesetzgeber zum einen und die medizinischen Entwicklungen zum anderen eine stetige Überprüfung der Ausrichtung unserer Häuser. Auch die finanzielle Situation muss wesentlich verbessert werden.

Dank gilt allerdings der unmissverständlichen Aussage unseres Landrates Dr. Jürgen Ludwig, dass an dem Krankenhaus in Dinkelsbühl nicht gerüttelt wird. Allen Überlegungen hinsichtlich einer Zentralisierung auf den Standort Ansbach hat er eine klare Absage erteilt. Unser Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer (auch in seiner Eigenschaft als Kreisrat und Verwaltungsratsmitglied von ANregiomed) und unser Landrat werden alles Nötige dafür tun, dass auch in Zukunft unsere Bevölkerung in unserem Krankenhaus bestmögliche medizinische Behandlung erfährt.

Besondere Bedeutung hat für die Dinkelsbühlerinnen und Dinkelsbühler und für unseren Oberbürgermeister und Landrat die Wiederinbetriebnahme unserer Entbindungsstation. Diese musste jedenfalls vorübergehend geschlossen werden, da mangels Gynäkologen die medizinische Betreuung nicht sichergestellt war. In den vergangenen Monaten sind in entsprechenden Fachzeitschriften und Zeitungen zahlreiche Anzeigen geschaltet worden, um auch nichtortskundige Gynäkologen für Dinkelsbühl zu begeistern. Diese Akquise dauert noch an. Um interessierten Ärzten den Einstieg in Dinkelsbühl zu erleichtern, hat sich Herr Landrat Dr. Ludwig mit den Herren Dr. Sontheimer (Vorstand von ANregiomed) und Bühn (Geschäftsführer des MVZ in Dinkelsbühl) dahingehend verständigt, dass betreffende Ärzte beim MVZ angestellt werden und ihnen in den Räumen des Krankenhauses Dinkelsbühl eine eingerichtete Frauenarztpraxis zur Verfügung gestellt wird. Dadurch würde das wirtschaftliche Risiko für die Gynäkologen entfallen. Wir hoffen nun alle, dass unsere Suche Erfolg haben möge.

Wichtig wird darüberhinaus die Sicherung der erforderlichen ambulanten medizinischen Versorgung durch die notwendige Anzahl niedergelassener Fachärzte in der Zukunft sein.

Durch veränderte Lebensmodelle (für die nachrückende Ärztegeneration nehmen Freizeit und Familie einen immer höheren Stellenwert ein) und den Trend, den Lebensmittelpunkt in die Ballungsräume zu verlagern, stehen ländliche Regionen zunehmend in Konkurrenz hinsichtlich der Ansiedlung von Ärzten bzw. der Übernahme von Arztpraxen. Um den Standort Dinkelsbühl auch weiterhin abzusichern, wird zurzeit in Zusammenarbeit mit der Gesundheitsregion Ansbach eine Bestandsanalyse vorgenommen. In einer Ärzteumfrage soll darüberhinaus auch eine Prognose erstellt werden, in welchen Bereichen wegen z.B. nicht abgesicherter Praxisübernahme Engpässe entstehen können. Diese müssen unbedingt vermieden werden. Auch wenn es sich dabei um den originären Aufgabenbereich der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern handelt, sehen wir uns auch als Kommune in der Pflicht.

Rettungshubschrauber Christoph 65

Im Freistaat Bayern war für die Staatsregierung der Grundsatz der „Gleichwertigen Lebensverhältnisse“ immer einer der tragenden Säulen ihres staatlichen Handelns. Dies bedeutet nicht, dass in allen Bereichen unseres Landes alles gleich gemacht wird. Es beinhaltete allerdings, dass auch den Menschen in den ländlichen Regionen eine vergleichbare Versorgung zusteht, insbesondere wenn es um den Schutz des Lebens geht.

Durch die seinerzeitige Entscheidung des Bayerischen Ministerpräsident Dr. Stoiber, das Krankenhaus in Augsburg zur Universitätsklinik mit Rettungshubschrauberstandort auszubauen, waren nach den geltenden Regularien die Rettungszeiten im Dinkelsbühler Raum nicht mehr einzuhalten. Während der Kreistag in Ansbach eine Standortalternative in Gunzenhausen favorisierte, stellte Oberbürgermeister Dr. Hammer bereits zu Beginn der Diskussion die Forderung auf, einen Standort in Dinkelsbühl am Flugplatz in Sinbronn einzurichten. Dieser Standort, so seine Argumentation, sei wegen der bestehenden Infrastruktur ideal, stärke den Krankenhausstandort Dinkelsbühl und versorge wegen seiner Zentralität die meisten Menschen, auch in Baden-Württemberg.

Während der OB am Anfang ziemlich allein stand und von Vielen belächelt wurde (eigentlich glaubte Keiner an einen Erfolg), gelang es ihm durch seine Beharrlichkeit, immer mehr Mitstreiter zu gewinnen. Durch eine beinahe beispiellose Pressekampagne wurde über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren fast wöchentlich geschrieben, Radioberichte gesendet und Fernsehbilder ausgestrahlt. Am Ende war der politische Druck so groß, dass der zuständigen Innenminister Herrmann eine Entscheidung für Dinkelsbühl traf. Landrat Dr. Ludwig setzte dann diese professionell um, sodass seit einigen Jahren nun unser Rettungshubschrauber Christoph 65 für unzählige Menschen der „Rettungsanker“ war. Oftmals ging es dabei auch um Leben oder Tod. Die Anzahl der Einsätze übertrifft im übrigen alle Prognosen (mehr wie doppelt so viel).

 

Die „Entstehungsgeschichte“ von Christoph 65 zeigt, was mit Kompetenz, großem Engagement und Zielstrebigkeit erreicht werden kann. Sich wichtige Themen zu eigen machen, sich kümmern und nicht locker lassen kann auch in scheinbar aussichtslosen Angelegenheiten zum Erfolg führen. Zu Jammern und nur Probleme zu beschreiben, erreicht solche positive Ergebnisse nicht.