Kultur

Dinkelsbühl als überregional bedeutsame Kulturstadt

Für die CSU-Dinkelsbühl war immer unbestritten und glasklar als Zukunftsthema gesetzt, dass die allgemein anerkannten Besonderheiten und das Lebensgefühl in unserer Stadt untrennbar mit dem kulturellen Angebot verbunden sind. Bereits vor vielen Jahrzehnten ist der damalige JU-Vorsitzende Michael Höhenberger auf die „Straße gegangen“, um gegen die seitens des Stadtrates beabsichtigte Schließung unseres Landestheaters zu demonstrieren; mit Erfolg! Wenn man erkannt hat, dass unsere Stadt ohne kulturelles Engagement eine andere -nämlich schlechtere- wäre, so verbietet sich die Frage, „brauchen wir das, können wir uns das leisten?“ Die CSU hat sich deswegen den Arbeitsauftrag gegeben, die kulturellen Aktivitäten als die Menschen positiv prägende stetig weiterzuentwickeln. Hier ist viel geschehen. Auch in der Zukunft stehen wichtige Entwicklungen an.

 

Haus der Geschichte

Der Umbau des Alten Rathaus in den Jahren 2004/2006 zu einem Museum und Kulturzentrum in Verbindung mit unserer Touristikinformation als Anlaufstelle für unsere Gäste war seinerzeit nicht unumstritten. Das damals entwickelte Konzept hat sich etabliert; dies bestätigen u.a. die stabilen Besucherzahlen auf hohem Niveau. Auch die täglichen Öffnungszeiten werden mittlerweile als selbstverständlich angesehen. Die Finanzierung dieser Maßnahme in Höhe von 4,5 Millionen Euro mit lediglich Eigenmitteln der Stadt in Höhe von 500.000 Euro ist ein Beispiel und belegt für zahlreiche weitere Maßnahmen in der Vergangenheit, dass unser Oberbürgermeister Dr. Hammer es immer verstanden hat, starke Partner an uns zu binden.

 

Kinderzechzeughaus

Die enge und zielorientierte Zusammenarbeit zwischen der Kinderzeche (hier gilt unserem Stadtratskollegen Hans-Peter Mattausch großer Dank) und der Stadt Dinkelsbühl ermöglichte die Umsetzung einer bis dahin unvorstellbaren Erfolgsgeschichte. Die Investitionen in Höhe von 1,6 Millionen Euro wurden bestens u.a. durch den Freistaat Bayern, die Bayerische Landesstiftung und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mitfinanziert. Es war eine große Leistung von den Herren Kiesel, Mattausch und Hammer, dieses Hilfsnetzwerk aufzubauen, welches bei zahlreichen Maßnahmen immer wieder aktiviert werden konnte.

Nicht nur dass die Requisiten nunmehr ordentlich klimatisiert untergebracht und für unsere „fleißigen Hände“ adäquate Arbeitsbedingungen geschaffen worden sind, es wurde auch ein weiteres Museum in Dinkelsbühl gegründet. Dies war wohl nur möglich, da seitens Dr. Hammer von Anfang an die Kinderzeche als das, die Stadt Dinkelsbühl prägendes Momentum verstanden worden ist. Dass der Vorstand der Brauchtumspflege es nunmehr erreicht hat, dass die Kinderzeche auch als immaterielles Kulturerbe anerkannt worden ist, unterstreicht die Bedeutung für unsere Bürgerinnen und Bürger.

Landestheater

Heute kann sich beinahe Keiner mehr daran erinnern, wie das Freilichttheater an der Stadtmauer bis zum Jahre 2005 bespielt worden ist. Jedes Jahr musste Bühne und Tribüne neu auf- und abgebaut werden, bei Regen wurden die Vorstellungen abgesagt.

Es gab lediglich ein Kinder- und Abendstück, die Besucherzahlen beliefen sich auf ca. 13.000.

Heute präsentiert sich das Sommertheater in neuem Glanz. Es wurde eine festinstallierte Bühne und Tribüne gebaut. Der Innenhof erhielt ein äußerst ansprechendes Erscheinungsbild. Die Toilettenlagen wurden modern und behindertengerecht ausgestattet, lange Warteschlangen gehören nun der Vergangenheit an. Das angrenzende Warneckehaus wurde zu einem Haus der Schauspieler umgebaut, in welchem sich nunmehr Besprechungsräume, Umkleide- und Schminkmöglichkeiten, Duschen und Schauspielerwohnräume befinden. Die Theatertechnik ist den heutigen Ansprüchen angepasst worden.

Das Resultat lässt sich sehen. Bereits seit mehreren Jahren werden drei Abendstücke aufgeführt und die Besucherzahlen haben sich bis zum Jahr 2019 stetig auf über 36.000 gesteigert. 2019 waren ab der Premiere alle Abendveranstaltungen ausverkauft. Dies ist wohl in Deutschland einmalig.

Auch das Winterspielhaus im Spitalhof ist ein herausragender Baustein im Umbau und der Weiterentwicklung unseres Theaters.

Mit dem Umzug aus der Bauhofstraße in die heutige „Theaterscheune“ haben wir in der Winterspielzeit unserem Theater die für die Zukunft notwendige Infrastruktur gegeben. Während bis dahin in der Schranne der Besuchergenuss mit dem Blick nach oben immer eingeschränkt war und nicht nachgespielt werden konnte, sind nun all diese Probleme gelöst.

Der Verwaltung und den Schauspielern wurden einwandfreie Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt. Im neuen geschaffenen Foyer können sich nun in den Pausen unsere Besucher bestens austauschen. Alle Theaterrequisiten sind im Haus untergebracht und auch die Werkstatt kann nun auf dem gewünschten und erforderlichem Niveau arbeiten.

Die hoch erfreuliche Zunahme der Besucher unseres Theater erfordert allerdings auch, dass in der Zukunft für unser Verwaltungspersonal größere Räumlichkeiten für mehr Arbeitsplätze zur Verfügung gestellt werden müssen. Übergangsweise wurden im Künßberghaus Arbeitsplätze und weitere Übernachtungsräume für Schauspieler eingerichtet. Langfristig soll der gestiegene Bedarf im Haus B im Spitalhof abgedeckt werden. Die Planungen für dieses ca. 6 Millionen Projekt sind aufgenommen.

Wo die Knabenkapelle ihr dauerhaftes Domizil bekommen soll, hat vor einigen Jahren zu vielen, auch konträren Diskussionen geführt. Die Idee, das neue Musikhaus in der Stadtmühle einzurichten, fand zu jeder Zeit die volle Unterstützung der CSU. Erst eine beinahe legendäre Stadtratssitzung, in welcher sich unsere Buben mit der Bitte, sich für die Stadtmühle und nicht für Alte Hauptschule zu entscheiden, an den Stadtrat wandten, brachte bei vielen Räten (nicht bei allen!) den Durchbruch.

Auch bei diesem Projekt gelang es, eine hervorragende Finanzierung aufzubauen.

Wenn man heute die Buben zum Unterricht bringt, die Stadtkapelle dort probt und Konzerte im Haus und im Vorbau stattfinden, so kann man nicht mehr verstehen, warum man damals überhaupt gestritten hat. Manchmal zitiert zu solchen Disputen unser Oberbürgermeister Dr. Hammer aus dem Festspiel, nämlich „…sie nennen es Politik…“.

Den sehr engen zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen der Stadt Dinkelsbühl  (vielen Dank lieber Manfred Kiesel, seinerzeit Geschäftsleitender Beamter der Stadt), und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ist zu verdanken, dass das kulturelle Erbe „Heilig-Geist-Kirche“ wiedereröffnet werden konnte. Vier Jahre war unsere Spitalkirche für die Dinkelsbühler und unserer Gäste gesperrt. In der Zeitschrift Monumente hieß es dazu „…die Heilig-Geist-Kirche hat Risse; der Himmel kann keine Risse gebrauchen…“. Gemeinsam mit Kirchenverwaltung und den Freunden unserer Stadt konnte auch dieses Problem geschultert werden.

 

Viele Jahre stellte man sich in Dinkelsbühl die Frage, was passiert in Zukunft mit dem Haus B im Spitalhof?

Eine Sanierung ist dringend geboten. Wegen des Ablösen des Giebels ist das Gebäude im Bestand gefährdet. Um allerdings eine Sanierung erfolgversprechend durchzuführen und zu finanzieren, ist es zwingend geboten, dass in der Zukunft eine nachhaltige Nutzung geklärt ist. Dafür wurde ein Raum- und Nutzungsgutachten, gefördert vom Freistaat Bayern, in Auftrag gegeben. Dieses ist mittlerweile erstellt und vom Stadtrat einstimmig genehmigt. Es ist beabsichtigt, im Haus B das Landestheater mit Proben- und Verwaltungsräumen, ein Seniorencafé in Zusammenarbeit mit der AWO, den Dinkelsbühler Tisch, den Verein Hand in Hand, den Seniorenbeirat, die VHS mit Verwaltungs- und Veranstaltungsräumen, Musikproberäume für private Bands und Musiker aus der Stadt und Räume für private Feierlichkeiten einzurichten. Dadurch soll ein Treff- und Kommunikationspunkt für Jung und Alt aus den unterschiedlichsten Lebensmodellen geschaffen werden.

Das Projekt ist mit ca. 6 Millionen Euro veranschlagt. Das Landesamt für Denkmalpflege und die Regierung von Mittelfranken bescheinigen der Maßnahme die besondere Bedeutung, d.h. eine Förderung von 80% der Kosten ist in Aussicht gestellt. Seitens einer der Stadt Dinkelsbühl äußerst verbundenen Dame sind für die Baumaßnahme 910.000 Euro Spenden eingegangen. Der Förderantrag soll noch in diesem Jahr bei der Regierung in Ansbach eingehen.

 

Neben diesen bedeutenden Investitionen in der Vergangenheit und in der Zukunft wurden in den letzten Jahren auch zahlreiche kulturelle Veranstaltungen in unserer Stadt eingeführt. Dabei waren nicht alle unstrittig. Im Nachhinein will wohl keiner mehr darauf verzichten. Diese runden heute unser kulturelles Angebot für jedermann ab.  Hier seien exemplarisch erwähnt:

-Summerbreeze

-Dinkelsbühl Leuchtet

-Lange Kulturnacht

-Etablierung des Weihnachtsmarktes mit seinem kulturellen Begleitprogramm

-Orgelkonzerte am Mittag 

Für das kommende Jahr ist im Sommer ein Open-Air-Konzert (unplugged) mit namhaften Künstlern geplant.

Auch macht man sich in der Verwaltung der Stadt Dinkelsbühl zur Zeit Gedanken, wie die auf unserem Stadtfest dargestellte Historie und Kultur auch in Zukunft für uns und unsere Gäste ansprechend vermittelt werden kann.