Bildung

„Die besten Investition für die Zukunft ist die Investition in unsere Kinder, d.h. in deren Bildung. Der größte Rohstoff in unserem Land sind unsere Köpfe.“

Seit vielen, vielen Jahren nimmt die Bildung und die Bildungseinrichtung in unserer Stadt oberste Priorität ein. Betrachtet man die Schulen und Bildungseinrichtungen in Dinkelsbühl, so stellt man fest, dass praktisch in allen Bereichen zukunftsweisende Weichenstellungen vorgenommen worden sind.

Kindertageseinrichtungen

Alle Kindertageseinrichtungen (Dietrich Bonhoeffer Kindertagesstätte, Kindertagesstätte St. Paul,  Katholische Kindertagesstätte am Kinderloreweg) wurden grundsaniert bzw. wesentlich erweitert, neue Einrichtungen geschaffen (Waldorfkindergarten am Tiefweg) und lange schon bestehende (Waldorfkindergarten) gesichert.

Zurzeit laufen die Planungen für zehn neue Gruppen. Diese sollen in Zusammenwirken zwischen den Trägern katholische und evangelische Kirche in einem Neubau im Gaisfeld IV entstehen. Der Bezug soll 2021 erfolgen.

Der Waldorfkindergarten, der zurzeit mit zwei Gruppen übergangsweise im Kloster untergebracht ist (ebenso wie zwei Notgruppen in evangelischer Trägerschaft), soll in die „Alte Hauptschule“ nach deren Sanierung einziehen. Die Fertigstellung ist 2021 geplant.

Schulen

Die Christoph-von-Schmid-Grundschule wurde 2004 / 2006 komplett saniert. Da mittlerweile in allen Jahrgangszügen Ganztagesklassen eingeführt wurden und die Schülerzahlen stetig steigen, erfährt sie zurzeit eine Erweiterung in dem angrenzenden Gebäude der „Alten Hauptschule“. Hier werden Klassenzimmer, eine Mensa und weitere Aufenthaltsräume geschaffen. Die Baumaßnahme soll 2021 abgeschlossen sein. Zurzeit wird in unsere Grundschule durch die Einrichtung eines Aufzugs und zweier Treppenlifte die Barrierefreiheit hergestellt. Auch werden die Zimmer der Mittagsbetreuung erweitert, besser belichtet und komplett saniert.

An unsere Grundschule Segringen wurden ebenfalls Räume für die Mittagsbetreuung samt Außenbereich geschaffen. Der Bezug erfolgte zum Schulbeginn.

An der Hans-von-Raumer-Mittelschule wurden regelmäßig Investitionen getätigt. Beispielhaft seien hier erwähnt eine hervorragende EDV-Ausstattung, Schallschutzmaßnahmen, Einrichtung einer Küche für die Schülerfirma und Handwerksräume in den Außenbereichen. Durch diese Investitionen und hervorragende pädagogische Leistungen des Lehrerkollegiums hat sich unsere Schule einen Top—Ruf erarbeitet. Dies führte dazu, dass sich vor kurzem auch die Gemeinde Dürrwangen dazu entschlossen hat, ihre Schüler in Dinkelsbühl unterrichten zu lassen.

Wegen der wachsenden Einwohnerzahl in Dinkelsbühl und damit auch der Schülerzahlen werden wir uns wohl in absehbarer Zeit Gedanken hinsichtlich einer Erweiterung  des Schulhauses machen müssen. Schließungen oder Reduzierung des Angebots wie in anderen Gemeinden, wird es in Dinkelsbühl nicht geben, im Gegenteil. Auf unsere Mittelschule sind wir stolz.

Landkreis

Auch der Landkreis hat sich seiner schulischen Verantwortung in Dinkelsbühl gestellt. Als Oberbürgermeister und Kreisrat hier mitwirken zu können, hat mich gefreut. Unserem Landrat Dr. Jürgen Ludwig gilt hier ein großes Dankeschön.

In mehreren Bauabschnitten wurde unser Gymnasium in das neue Jahrtausend geführt. Dies waren für ca. 10 Mio Euro die Komplettsanierung, der Anbaukörper zur Dreifachturnhalle und der Mensaanbau. Insgesamt schlagen diese Maßnahmen mit 15 Mio Euro zu Buche.

Die Wirtschaftsschule erfuhr erhebliche Investitionen in die technische Ausstattung und die Barrierefreiheit. Die vielleicht größte Leistung war mit merklichem politischen Einsatz, der Beginn der Beschulung ab der 6.Klasse zu sichern. Jahrelange Überzeugungsarbeit von Schulleitung, Landrat und Oberbürgermeister führte schließlich zum Erfolg. Die Wirtschaftsschule Dinkelsbühl war damit Pilotschule für ganz Bayern. Der „Pilotbetrieb“ war erfolgreich. Nun gilt es den Start ab der 5. Klasse zu erreichen. Dies ist erklärtes Ziel von Landrat und Oberbürgermeister. Damit wären endlich strukturelle Nachteile Dinkelsbühls gegenüber den nahen Realschulen in anderen Gemeinden aufgehoben.

Dank gilt dem Landkreis auch für sein Engagement in unserer Berufsschule. Nachdem es vor Jahren gelungen ist, das Blockschülerwohnheim in der Spitalanlage zu etablieren und damit nun alle Schüler ordnungsgemäß untergebracht und betreut sind, wurden der bestehende Schulkörper in der Altstadt komplettsaniert (ca. 2 Mio Euro) und in der Wethgasse neue Klassenräume mit Mensa bzw. Aula geschaffen. Damit ist die Berufsschule für die Zukunft gesichert.

Immer stand die Stadt Dinkelsbühl auch zu seinen Musikschulen.

Viele in Dinkelsbühl werden nie vergessen, wie um die Realisierung eines neuen Domizils für die Knabenkapelle in der Stadtmühle gekämpft worden ist. Es war damals für den Oberbürgermeister eine große Herausforderung, die notwendige Mehrheit im Stadtrat zu bekommen. Heute nehmen alle diesen Quantensprung als quasi „gottgegeben“ hin. Um diese Entwicklung beneiden uns viele. Den Buben haben wir als älteste Knabenkapelle der Welt ihr Haus gegeben . Gut gemacht!

Die dritte Musikschule in Dinkelsbühl ist die in der Trägerschaft des Bezirks Mittelfranken befindliche Berufsfachschule für Musik. Viele ehemalige Studenten sind regelmäßig den Weg zurück in ihre ehemalige Studentenstadt. Der momentan im Bau befindliche Proberaum für Rock-Pop für 1,2 Mio Euro sichert zum einen den Standort in Dinkelsbühl, zum anderen soll damit eine offizielle Kooperation mit der Musikhochschule in Würzburg ermöglicht werden. Diese Zukunftspläne werden momentan mit Schulleitung, Bezirkstagspräsident und Hochschulleitung diskutiert. „Hochschulstandort Dinkelsbühl“ würde uns gut anstehen.

Der wohl größte Entwicklungsschub für den Bildungsstandort Dinkelsbühl war aber wohl die Entscheidung des damaligen Bayerischen Finanzministers und heuteigen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder, in unserer Stadt eine Außenstelle der Landesfinanzschule Ansbach zu gründen. Im Rahmen des erklärten Willen der Bayerischen Regierung, auch in den ländlich strukturierten Regionen Entwicklungen des Freistaats voranzutreiben (Regionalisierungsoffensive), ist es insbesondere dem Oberbürgermeister gelungen, dem Minister dieses Bekenntnis zum Standort Dinkelsbühl abzuringen. Hundert Studenten sollen in Zukunft in unserer Stadt ausgebildet werden. Dies soll in einem Neubau verwirklicht werden, in welchem Unterkünfte, Schulungsräume, Mensa und Verwaltungstrakt entstehen sollen.

Mittlerweile wurde an der Ellwanger Straße ein Bebauungsplan vorgestellt. Hinsichtlich Grunderwerb (der Freistaat will selbst bauen) ist man kurz vor dem Abschluss der Vertragsverhandlungen. Das Raumkonzept wird zurzeit vom Staatlichem Bauamt in Ansbach im Detail entwickelt.  Die Realisierung dieses ca. 10 Mio Euro Projekts soll ab dem Jahr 2021 erfolgen.