Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist ein Begriff, der aus der Forstwirtschaft stammt und erstmals 1713 verwendet wurde. Er besagt, dass nicht mehr Holz gefällt werden darf als jeweils nachwachsen kann.

Das Prinzip der Nachhaltigkeit wird in Dinkelsbühl streng eingehalten. Stadt und Hospitalstiftung sind einer der größten Waldbesitzer in Süddeutschland. Jedes Jahr werden in Dinkelsbühler Wäldern zwischen 15.000 und 20.000 neue Bäume auf einer Fläche von 3,5 ha gepflanzt. Daneben pflanzen wir jährlich zwischen 50 und 70 Laubbäume in Wohngebieten und im Straßenbereich, im Rahmen des ökologischen Ausgleiches kommen nochmals ca. 20 Bäume dazu.

 Angesichts dieser Zahlen halten wir es allerdings nicht für erforderlich, im Rahmen einer Baumschutzverordnung den Bürgerinnen und Bürgern Strafen anzudrohen, wenn sie ihren eigenen Garten so pflegen, wie sie dies für richtig halten. Aus unserer Sicht sind die Eigentümer privater Hausgarten durchaus verantwortungsvoll genug, sich um ihren eigenen Garten zu kümmern und müssen nicht von der Stadtverwaltung aus bevormundet werden.

Nachhaltig ist Dinkelsbühl insbesondere auch im Hinblick auf Energie. Die in Dinkelsbühl befindlichen Anlagen zur Produktion von Elektrizität auf regenerativer Basis erzeugen mehr Strom als in Dinkelsbühl verbraucht wird. Dinkelsbühl braucht keine Atomkraftwerke und keine Überlandleitungen für regenerativen Strom aus Norddeutschland. Auch wenn die Klärschlammverwertungsanlage in Waldeck in den ersten Jahren aufgrund kaufmännischer Fehler der damaligen Geschäftsleitung aus Crailsheim eine schwere wirtschaftliche Belastung darstellte, zeigt der Betrieb durch die jetzigen Eigentümer, dass es sich hier um eine funktionsfähige Anlage handelt, die dauerhaft eine ökologisch einwandfreie Stromversorgung der Stadt Dinkelsbühl gewährleistet.

Durch die Entscheidung, unsere Stadtwerke nicht an private Investoren zu verkaufen sind wir in der Lage, nicht nur im Bereich Strom, sondern auch bei Gas und Wasser eigenständig zu handeln. Dinkelsbühl verfügt über ein hervorragendes Gasnetz in kommunaler Hand. Das in Dinkelsbühl in eigenen Brunnen gewonnene Wasser hat nahezu Mineralwasserqualität. Während beispielsweise der Ballungsraum Nürnberg über Fernwasser aus Dürrwangen versorgt wird, kommt unser Wasser direkt aus Brunnen in der Mutschach und der Reichertsmühle.

Nachhaltigkeit zeigt sich auch in der Versorgung von Baugebieten mit Wärme. So wird das neue Gaisfeld 4 über eine zentrale Einheit mit ökologisch produzierter Wärme versorgt werden. Das Hackschnitzel- Blockheizkraftwerk neben der Mittelschule versorgt Einrichtungen wie Altenheim und Krankenhaus mit ökologisch einwandfrei produzierter Wärme.

Stark ausgebaut wurde die letzten Jahre der Bau von Radwegen. Bis auf die in der Planung befindliche Lücke zwischen Segringen und Wolfertsbronn ist die Radwegverbindung nach Ellwangen mittlerweile hergestellt. Im Bereich Neustädtlein wurde durch den Bau der neuen Wörnitzbrücke und die Teerung des bisherigen Schotterwegs eine weitere Lücke im Radwegenetz geschlossen.

Die CSU freut sich, dass in den letzten Monaten junge Menschen das Thema Nachhaltigkeit für sich entdecken. Das Thema ist aber längst nicht neu, sondern wird von uns in der Kommunalpolitik seit Jahren erfolgreich angewandt.